Presse
Mit dem Fahrrad sieht man mehr (04.08.2013)

 Gästeführer erkunden geschichtsträchtige Plätze in der Umgebung
Verdener Aller Zeitung 31.07.2013

 KIRCHUNTELN • Angenehmes Radeln trotz sommerlicher Hitze:
Die Kirchlintelner Gästefiihrer waren während einer Tour der Sinne auf überwiegend von hohen Bäumen beschatteten Wegen unterwegs. Zehn Personen waren vom Lintler Krug aus zu einer Tagestour durch die Region gestartet. Mit viel Trinkwasser ausgerüstet und luftiger Kleidung wurde es trotz sommerlicher Extremtemperaturen ein angenehm unterhaltsamer Ausflug. Im schattigen Garten desLintler Kruges gab Ilse Wagner, beim ADFC ausgebildete Tourenleiterin und Sporttrainerin, den Teilnehmern Verhaltensregeln, um sich vor der Hitze zu schützen sowie Hinweise zum sicheren Radeln in der Gruppe ein festes Ritual der Kirchlintler Radtourenleiter. Entlang der Weitzmühlener Straße gab es schon am Ortsausgang den ersten Halt. Erzählt wurde hier von einer mündlichen Überlieferung aus der Zeit der Christianisierung und den damit verbunden Abgaben des „Zehnten". Berichtet wurde, wie der Verdener Bischoff heimlich seinen Zehnten zog oder dass ein großer Stein an einer Stelle im Lindhoop liegt, an der die Grenzen von fünf Orten zusammentreffen. Durch die Armsener Wiesenlandschaft ging es zum Mehrgenerationenplatz nach Hohenaverbergen, der eine Besichtigung wert ist, sichaber auch hervorragend für Verschnaufpausen anbietet. Ein weiterer Höhepunkt war die Führung an der altgermanischen Kultstätte im Dalsch. Über die Lehrdebrücke bei „Drei Kronen", ebenfalls eine sehr geschichtsträchtige wurde die Kirche in Wittlohe angesteuert. Bevor sie besichtigt wurde, saßen alle Teilnehmer beim Mittagessen zusammen. Ziel war auch die Wassermühle in Stemmen mit vielen Erläuterungen zum Gebäude. Nahezu zehn Minuten schweigend, die Natur mit allen Sinnen erfassen, ging es vorbei an den Mergelkuhlen zum Garten der Sinne in Lehringen.
Von Christa Dorn-Welge, eine sehr engagierte Nabu-Expertin, wurden die Teilnehmer durch ihren wunderschönen Garten geführt, der ein Rückzugsgebiet für seltene Insekten geworden ist. Nach einer Erfrischung ging es über Ihlen und Verdenermoor wieder zurück nach Kirchlinteln. Trotz sommerlicher Hitze erreichte die Gruppe unversehrt, aber erfüllt von neuem Wissen, wieder den Ausgangspunkt. Es war ein besinnliches Eintauchen in die Vergangenheit und die Gegenwart der nahen Umgebung.

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