Station 4
Die Stadtmusikanten und die Hohlwegspuren.
Weiter führte der alte Handelsweg, von dem noch heute die Hohlwegspuren erhalten sind, durch die Hügelgräberheide bis zum Lintler Krug .

 Die Hohlwegspuren
Der alte Lüneburger Postweg, ein ehemals wichtiger Handelsweg. Er führte bei Neuenkrug, dort gab es eine Schankwirtschaft, über den Gohbach, durch die Hügelgräberheide entlang der Feldmarkgrenze zwischen Weitzmühlen und Kirchlinteln in den Lindhoop nach Verden und Bremen. Weitere Reste der Hohlwegspuren sind im Lindhoop, nahe dem Lindhoopdenkmal, zu sehen.
In Schriften über alte Verkehrswege im Raum Verden wird berichtet, dass vermutlich schon ein vorgeschichtlicher Bernsteinweg aus der Altbronzezeit (3000 v. Chr.) diesen Raum kreuzte. In alten Zeiten war es üblich, Hügelgräber an solchen Fernwegen anzulegen, ähnlich wie in Rom, wo an der antiken Via Appia die Grabmäler vornehmer Römer aufgereiht sind.
Um das Jahr 1100 wurde das Gebiet um Verden zu einem Kreuzungspunkt vieler Handelswege.
Frachtfuhrwerke mit Salz aus Richtung Lüneburg kommend und Wagen in Richtung Lüneburg, beladen mit Feuerholz zum Salzsieden, dürften sich hier gekreuzt haben.
 
Damalige Wagenkonstruktionen

Die Grundkonstruktion eines zweiachsigen Fuhrwerkes bestand aus dem Vorderwagen und dem Hinterwagen, welche durch den Langbaum miteinander verbunden waren. Die Radhöhe betrug vorne 80 Zentimeter und hinten 100 Zentimeter. Die Spurbreite lag bei 120 bis 140 Zentimeter. Die Länge des Fuhrwerkes war ungefähr 3,50 bis 4 Meter.

Fahrende Kaufleute und Fuhrleute.
Ihr Leben spielte sich zum größten Teil auf den Wegen, in Herbergen und Schenken ab. Schlechte Wegeverhältnisse, ungünstige Wettersituationen und tätliche Übergriffe von Wegelagerern forderten manchmal hohe Opfer. Daher schlossen sich Fuhrleute und Reisende oft zusammen, um die Fahrt so sicherer zu überstehen. Am Rande solcher Handelswege siedelten sich Gasthöfe und Pferdewechselstationen an. Da auch oft Hufeisen ersetzt und Achsenbrüche behoben werden mussten sowie Wagenreparaturen durchzuführen waren, ließen sich auch Handwerksbetriebe, wie Stellmacher, Wagner und Schmiede, an solchen Fernwegen nieder.
Außer ihrer Fracht brachten die Fuhrleute auch immer die neusten Nachrichten aus den entlegendsten Gebieten mit und wurden daher gerne von vielen Menschen zu Gesprächen eingeladen.

Die Hügelgräberheide

Die Heide entstand im Mittelalter, als der Salzabbau in Lüneburg begann, und viel Holz für den Betrieb der Lüneburger Saline benötigt wurde.
Aufgrund des milden europäischen Klimas und des Magerbodens gedieh auf der nun abgeholzten kargen Fläche die Heide. Da es zu dieser Entwicklung nur durch Eingriffe des Menschen kommen konnte, spricht man von einer Kulturlandschaft. Das Naturschutzgebiet Hügelgräberheide hat eine Fläche von insgesamt 10 Hektar.
Davon sind reine Heidefläche 7,9 Hektar. Der Rest ist mit Bäumen wie Kiefer, Birke, Roteiche und Douglasie bestockt. Die gesamte Fläche befindet sich im Verwaltungsbereich des niedersächsischen Forstamtes Rotenburg und hier im Betreuungsgebiet der Revierförsterei Spange. Bereits im März 1935 wurde das Gebiet der Hügelgräberheide als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

Die niedersächsischen Landesforsten bitten um einen sorgsamen Umgang mit dem wirklich kostbaren Biotop „Hügelgräberheide“ und wünschen einen angenehmen und erholsamen Aufenthalt.

 

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